Die Römerzeit und das fränkische Köln

CAA

 

Das römische Köln

Die colonia Claudia ara Aprippinensium (auch CCAA frei übersetzt: „Claudische Kolonie und Opferstätte der Agrippinenser)

Für die Bewohner der Kolonie war immer wichtig, dass das Umland immer Teil des Zentrums war, die Bürger hatten ganz selbstverständlich Landbesitz im gesamten Bereich. Die meisten Bewohner (Agrippinenser lebten nicht in der CCAA sondern auf dem Land, sowie in Neuss, Krefeld Jülich, Zülpich und vielen anderen Orten.

Der Süden Köln gehörte nicht zum römischen Stadtkern.

Die Severinstraße begann am römischen Südtor „Porta Jovis“ (ungefähr die heutige Hohe Pforte) und führte nach Bonn. Als Heeres- und Ausfallstraße war sie zugleich auch die größte Gräberstraße. Dies ist durch zahlreiche Funde belegt. Gefunden wurden Überreste von Brand- und Körperbestattungen. Der wichtigste Fund war das 1965 freigelegte Grabmal des Poblicius, das sich heute im Römisch-Germanischen Museum befindet.

Alte römische Reste
Alte römische Mauerreste

Zu Beginn des 3. Jahrhunderts bildet sich bereits eine Christengemeinde in Köln, die ersten Zeugnisse dafür stammen aber erst aus dem 4. Jahrhundert. Der erste Bischof, dessen Wirken Spuren in Köln hinterlassen hat, ist Severinus (lat.der Strenge). Nur sein Todestag ist überliefert, der 25. Oktober, zwei km südlich der Römermauer, an der Stelle des späteren Stifts St. Severin wurde der beigesetzt.

Vor dem Südtor der Stadtmauer wurde um die Mitte des 4. Jh. eine Friedhofskapelle errichtet, mitten in einem Gräberfeld, das sich zu beiden Seiten der Straße nach Bonn ausdehnte. Erst im 8. Jahrhundert wird diese Kirche (mittlerweile schon mehrfach erweitert) als Severinskirche bezeichnet.

Das fränkische Köln

Um das Jahr 445 endet die römische Vorherrscht in Köln. Es wird berichtet, dass die die Stadt (im Gegensatz zu Mainz und Trier) nicht zerstört wurde. Aber viele Einwohner Kölns, vor allem die, die es sich leisten konnten, flohen. Die Franken nutzen die erhaltenen Repräsentativbauten, pflegen sie jedoch nicht. Eine bunt gemischte Bevölkerung entsteht: Römer, Germanen, Freie, Sklaven, Halbfreie, Christen, Heiden.

Der Stammesverband der Franken ist in zahlreiche Gruppen zersplittert. Ein, für seine Grausamkeiten und Intrigen bekannter Teilkönig ist Chlodwig, der dem Geschlecht der Merowinger entstammt.

Als Chlodwig nach Köln kommt, streitet er alle Beteiligung an Intrigen und Morden ab und wird zum Alleinherrscher aller Franken.

Bildergebnis für chlodwig merowinger

Möglicherweise wurde Chlodwig in der Kirche des Hl. Gereon, vor den Toren Kölns, zum König aller Franken ausgerufen. Später ist er Namensgeber des Platzes am Severinstor.

Einen echten „alten Römer“ im Viertel besuchen

Wer möchte kann einen echten „alten Römer“ im Viertel besuchen. In der Holzhandlung Schumacher befindet sich ein Originalgrab mit Gebeinen.

Museum Holz Schumacher

Quellen:

Carl Dietmar, Werner Jung: Köln. Die große Stadtgeschichte, Klartext Verlag, Essen 2015

https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln

https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Stadt_K%C3%B6ln

https://www.koeln.de/ausstellungen/geplante_ausstellungen/koeln-in-unheiligen-zeiten-die-stadt-im-dreissigjaehrigen-krieg_844635.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Franzosenzeit

https://de.wikipedia.org/wiki/Franzosenzeit

https://www.ksta.de/koeln/koeln-im-18–jahrhundert-kluengel–suff-und-gottesfurcht-3965100

https://koeln-magazin.info/nationalsozialismus.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Colonia_Claudia_Ara_Agrippinensium