Schmitz Backes

Schmitz-Backes

 

Das kölsche Sprichwort „Du bes noch nit lans Schmitz-Backes“ (Du bist noch nicht am Schmitz-Backes vorbei) liegt für die Kölner in der Severinstraße 5 begründet. Dort befindet sich das Backhaus Schmitz („Backes“)

Das Sprichwort besagt, dass sich jemand noch nicht außer Gefahr befindet.

Die Geschichte wird sehr variantenreich erzählt. Die von den Kölner bevorzugte Version ist folgendermaßen: Eine historische Bestrafungspraxis sah vor, dass der Verurteilte (wenn ihm nicht die Todesstrafe drohte) vom erzbischöflichen Gericht (der Hacht), das auf der Domplatte lag bis zum Ende der Severinsstraße einen hölzernen Mantel tragen mussten. Alle Kölner, die noch etwas mit dem Gefangenen auszutragen hatten schlugen auf den Gefangenen ein, bis dieser das Severinstor erreichte. Dort angelangt hatte er endgültig die Freiheit erreicht. Man erzählt sich, dass nicht alle das Severinstor lebendig erreichten. Sie sind also „nit längs Schmitz Backes jekumme“.

Schmitz Backes

Historisch eindeutig belegt ist diese Prügelstrafe (das „Steupen“) allerdings nicht. Auch kann das Backhaus Schmitz eindeutig erst 1797 nachgewiesen werden.

Schmitz Backes

 

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Severinstorburg

https://rheinische-landeskunde.lvr.de