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Plakat DIN A3

 

 

Überblick

Alte Reissdorf Brauerei

Altes Pfandhaus

Basilika Sankt Severin

Brunnen an der Eiche

Chlodwigplatz

Die Bottmühle

Die Nachkriegszeit

Die Strasse im Mittelalter bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts

Elendskirche Sankt Gregor

Geschichte der Einkaufstrasse

Hänneschen Brunnen im Dau

Haus Balchem

Die Römerzeit und das fränkische Köln

Karl-Berbuer-Brunnen

Kartause

Klöster im Viertel

Museum Holz Schumacher

Das Severinsviertel verändert sich

Kunst und Kultur in der Südstadt

Hausnummern in der Severinstraße gehen anders rum

Das Odeon Programmkino und Trude Herr

Poblicius Grabmal

Kuriose Geschichten

Schmitz Backes

Severinsdenkmal

Severinstorburg

St. Johann Baptist und Arnold von Siegen

Stollwerck

Stollwerck Mädchen

Strassenkarneval

Ulrepforte und die Stadtmauer

Erster Weltkrieg, Weimarer Republik und der Nationalsozialismus

 

 

 

Zur App

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Für die Benutzung ist nur die Freigabe der Standortinformationen sowie der Zugriff auf Bilddaten/ Kamera  (wegen QR Codes, für Orte wo aus technischen Gründen keine Sender vorhanden sind) notwendig.  Keine Sorge der Datenschutz ist gewährleistet, es werden keine Daten aufgezeichnet und auch keine Bilder von Ihnen übertragen.

Hausnummern in der Severinstraße gehen anders rum

 

Severinstraße (in KölschVringsstroß) ist der Name einer 995 Meter langen Straße in Nord-Süd-Richtung, die zwischen Chlodwigplatz und Waidmarkt in der Kölner Altstadt-Süd verläuft.

Betrachtet man die Hausnummern an den Fassaden der Häuser, so fällt auf etwas ungewöhnliches auf. Die Zählung beginnt am Chlodwigplatz und endet in Richtung Dom.

Severinstrasse-1030028

Normalerweise starten die Zahlen in großen Kölner Straßen von der Mitte der Stadt.

Aber warum ist das so? Ein genaue Antwort kann nicht gegeben werden, aber es gibt Hinweise:

Je vous prie de le discuter avec Monsieur le Professeur Wallraf.

Die Universität Köln hat die Geschichte der Straßenumbennungen hier zusammengefasst:

Wallrafs Straßenneubenennung

Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824) – Eine Spurensuche in Köln

Quellen:

Wallrafs Straßenneubenennung

Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824) – Eine Spurensuche in Köln

 

Kunst und Kultur in der Südstadt

 

Die Kölner Südstadt bietet ein kreatives, entspanntes und inspirierendes Umfeld für viele interessante Persönlichkeiten.

Hier eine kleine Auswahl derer, die mit der Südstadt verbunden sind, oder dort ihre Basis gefunden haben.

Wolfgang Niedecken (2012)

 

 

Tommy Engel (2012)

  • Marita Köllner eine Kölner Sängerin und Moderatorin, aufgewachsen im Severinsviertel. Sie ist hauptsächlich im Karneval aktiv, aufgrund ihrer roten Haarfarbe ist ihr Künstlername „Et fussich Julche“

 

  • Trude Herr siehe:

Das Odeon Programmkino und Trude Herr

Quellen:

Alle Bilder und Zitate: https://de.wikipedia.org

 

Severinsdenkmal

 

Als die Severinsbrücke 1959 eingeweiht wurde bestand direkt der Wunsch dem Namensgeber ein Denkmal zu errichten. Der Kölner Bildhauer Prof. Elmar Hillebrand (1925-2016) wurde 1964 vom Rat der Stadt Köln beauftragt ein Severinsdenkmal zu gestalten.

Held, Heinz, Severin, Blick auf Sankt Pantaleon, Museum Ludwig Gelatinesilber Köln, rba_d029335.

1968 wurde das Denkmal von dem damaligen Oberbürgermeister Theo Burauen eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben. Die Skulptur ist knapp 4, 5 m hoch und ca. 20 Tonnen schwer, gefertigt aus Lahnmarmor, d.h. polierbarem Kalkstein.

Severin Denkmal

Sie steht nun vor der Kirche Johann Baptist und wacht über die Severinsbrücke und das Severinsviertel.

Da die Skulptur stark verschmutzt und auch teilweise beschädigt war haben sich engagierte Bürger um den Sohn des Bildhauers bemüht das Kunstwerk wieder in Schuß zu bringen. Nachdem Spenden gesammelt wurden griff die Stadt das Vorhaben er Initiative auf und übernahm den Großteil der Kosten der Instandsetzung.

Sankt Severin

Der heilige Severin war der dritte bekannte Bischof von Köln. Im Jahr 376 soll er in Köln ein Monasterium zu Ehren der Märtyrer Cornelius und Cyprianus geweiht haben. Hieraus entstand das spätere Stift St. Severin.

Die Legende des hlg. Severin besagt, dass seine Reliquien in seiner Vaterstadt Bordeaux zu finden sind, nachdem er dorthin zurückkehrt. Nachdem es drei Jahre in Köln nicht geregnet hat träumt ein Domvikar er solle die die Reliquien Severins aus Bordeaux zur Hilfe holen. Die Franzosen lehnen zuerst entschieden ab, erlauben aber nach langem Bitten und vielen Geschenken den halben Bischof Severin nach Köln zurückzubringen. Tatsächlich beginnt es nach der Ankunft zu regnen und zum Dank wird der Schrein im Chor der Severinskirche aufgestellt.

Der Heilige ist Schutzpatron der Stadt Köln sowie der Weber. Er wird bei Trockenheit für Regen angerufen. Zudem soll er bei Unglück helfen. Die katholische Kirche gedenkt seiner am 23. Oktober, die orthodoxen Christen am 8. Januar.

 

Quellen:

Sankt Severin wird wieder schön.

https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-277960

www.heiligenlexikon.de: Ökumenisches Heiligenlexikon, Severin von Köln

Martin Stankowski: Köln. Der andere Stadtführer, Bd. 2, 1997 Kiepenheuer & Witsch

Elendskirche Sankt Gregor

 

Die spätbarocke Kirche wurde ab 1765 errichtet und 1771 geweiht. Sie ist eine Stiftung der Brüder Everhard Anton und Franz Jacob Gabriel von Groote.

Reproduktions-Nr: rba_d006176
Bildnachweis: Rheinisches Bildarchiv Köln
Sander, August; Köln wie es war, Köln, 1920/1939, Kölnisches Stadtmuseum (Köln)

Seit dem 14. Jahrhundert lag an ihrer Stelle ein sogenannter Elendsfriedhof. So nennt man den Ort, an dem vor allem Fremde (besonders Pilger), Heimatlose, Arme (=Elende) bestattet wurden. Ebenso war dies die letzte Ruhestätte für Ehrlose, d.h. Selbstmörder, Hingerichtete oder „unkatholische“ Toten (so nannte man diese ab dem 16. Jahrhundert).

St. Gregor

Die Familie von Groote war um 1580 aus Gent über Antwerpen nach Köln geflohen, sie wurde wegen ihres katholischen Glaubens in den südlichen Niederlanden verfolgt. So konnte sie das Schicksal der „Ehrlosen“ gut nachvollziehen.

Reproduktions-Nr: rba_d006177
Bildnachweis: Rheinisches Bildarchiv Köln
Foto: © Rheinisches Bildarchiv Sander, August; Köln wie es war, Köln, 1920/1939, Kölnisches Stadtmuseum (Köln)

St. Gregorius war der letzte Kölner Sakralbau vor dem Einmarsch der Franzosen und dem Ende der reichsstädtischen Zeit im Jahre 1794. Im zweiten Weltkrieg blieben nur die Außenmauern stehen.

Ab 1952/53 wurde sie unter der Leitung des Architekten Karl Band bis 1967 wiederaufgebaut. Ebenso wurde von Band die Schönstatt-Kapelle angebaut. Im ehemaligen Wohnhaus der Familie von Groote (dem „Schönstatthaus“) lebten die Schönstätter Mariensschwestern und pflegten jahrelang das Gelände.

Schönstatt

Karl Band zählte zu dem Kreis der „Kölner Schule“, die tonangebenden Architektenszene um Rudolf Schwarz, Dominikus und Gottfried Böhm, die sich im kriegszerstörten Köln um den Wiederaufbau der Stadt bemühten.

2015 wurde auch die Renovierung des Innenraums fertiggestellt und feierlich zum 250-jährigen Jubiläums der Grundsteinlegung wieder eingeweiht werden.

St. Gregorius ist die letzte erhaltene der ehemals 30 Kölner Eigen- oder Familienkirchen, sie ist noch immer im Besitz der Familie von Groote. Jedoch nur an jedem 1. November (Allerheiligen) und bei Taufen, Hochzeiten oder Jubiläen von Familienmitgliedern, bleiben die von Grootes im Gottesdienst in St. Gregorius Am Elend zu Köln unter sich.

Quellen:

http://www.st-gregorius.koeln/st-gregorius

https://de.wikipedia.org/wiki/St._Gregorius_im_Elend

Museum Holz Schumacher

 

1830 wurde die Firma Theodor Schumacher Söhne gegründet. Allerdings ist sie nicht nur als führendes Holz-Fachgeschäft bekannt, sondern bietet auch einen Einblick in 2000 Jahre Geschichte des Vringsveedels.

Allein das Grundstück hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Im 13. Jahrhundert stand auf dem Grundstück Ecke Achter- und Landsbergstraße das Kloster Sion. Darauf folgte ein Beginenkonvent (Beginen sind Angehörige einer christlichen Gemeinschaft, die keine Ordensgelübde ablegen und nicht in Klausur lebten) und das Kloster Zur Heiligen Dreifaltigkeit.

1848 entstand das neogotische Wohnhaus, das 1910 in den Besitz der Familie Schumacher kam.

Wohnhaus Erben

Zu sehen sind noch zwei Erkerköpfe, gestaltet von dem Bildhauer Eduard Renard, der auch den Heinzelmännchenbrunnen erbaut hat. Nebenan lag die Volksbadeanstalt, deren Rückwand ist heute in das Holzlager integriert. Während des zweiten Weltkriegs wurde beide Gebäude zerbombt.

Ausgestellt sind Objekte aus zwei Jahrtausenden, die nicht nur die Geschichte des Ortes dokumentieren, sondern auch Dokumente zur Familiengeschichte bieten.

Museum

Hauptattraktion der ausgestellten Objekte ist sicherlich ein Römergrab. Das Skelett lag in einem Armengrab in der Südstadt, nur bedeckt mit einem Dach aus Tonziegeln. Vor 2.000 Jahren lag die heutige Landsbergstraße vor den Toren der Stadt, die erst am Waidmarkt begann. Entlang der römischen Nord-Süd-Achse, der heutigen Severinstraße,  bestatteten die Römer ihre Toten.

Römergrab

Wiljo Schumacher . begeisterter Hobby-Archäologe konnte mit diesem einzigartigen Privatmuseum seine beiden Leidenschaften verbinden, Kunstgeschichte und Holzhandel.

Severinstorburg

 

Die Severinstorburg ist nach der Pfarrei St. Severin bennant, im Mittelalter wurde sie auch „Porta (Sancti) Severini“ genannt, auf Kölsch heißt sie Vringspooz oder einfach Severinstor.

Scheiner, Jakob, Severinstor, Stadtseite, Tusche & BleistiftKöln, 1890 (Köln, Kölnisches Stadtmuseum, A I 3/1056 & HM 1907/178, rba_c000395).

Sie  ist eine von vier gebliebenen Stadttorburgen der mittelalterlichen Stadtmauer von Köln, und neben St. Severin das Wahrzeichen des Severinsviertels in Köln und ein exzellentes Beispiel mittelalterlicher Befestigungsbaukunst.

In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde das Severinstor aus Tuffsteinen errichtet.

Während des Mittelalters war die Severinstorburg eines der Repräsentationstore Kölns. Man empfing dort hochgestellte Personen mit Reitturnieren und Minnespielen.

Über dem Portal existierte um den Hauptturm als eine Kampfplattform, die später entfernt wurde. Schließlich sicherte das Tor eine wichtige Straße in den Süden des Reiches nach Bonn. So war dies ein bedeutender strategischer Standpunkt und schütze auch mehrere Klöster.

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Nach dem Abriss der Stadtmauer beherbergte das Tor ein Naturkundemuseum, später ein Hygienemuseum. Auch die Hitlerjugend kam zur NS-Zeit in dem Turm unter. In den 70er wurde es zu einem Bürgerzentrum umgebaut.

Severinstorburg

Jedes Jahr zu Weiberfastnacht spielt der Reiter-Korps Jan von Werth die Sage des Jan von Werth vor dem Severinstor nach. Ein Schild an der Torburg erinnert an daran. Sie besagt, dass der arme Knecht Jan sich die Magd Griet verliebt hatte. Griet wollte jedoch eine bessere Partie machen und lehnt seinen Heiratsantrag ab. Jan lässt sich unglücklich für die Armee anwerben und zieht in den Krieg. Als tüchtiger Soldat wird er General und zieht später im Triumphzug durch das Severinstor mit seinen Truppen. An einem Marktstand entdeckt er seine frühere große Liebe Griet und sagte zu ihr: „Griet, wer et hätt jedonn!“ (Griet, wer es getan hätte!). Und sie antwortete ihm: „Jan, wer et hätt jewoss!“ (Jan, wer konnte das wissen!). Er steigt daraufhin wieder auf sein Pferd und reitet davon

Severinstorburg

Bei Arbeiten für die U-Bahn Nord-Süd wurde 2005 die Grundmauern des „Bollwerk“ vor der Torburg gefunden. Mit dieser Festungsanlage wollte man im 15. Jahrhundert gegen Angriffe der burgundischen Truppen schützen, derzeit eine hochmoderne Anlage. Köln wurde allerdings nicht angegriffen und die Anlage im 18. Jh. abgerissen. Geplant sind nun die ausgegrabenen Grundmauern in der Nähe erneut zu errichten.

Heute ist die Severinstorburg offizieller Trauort der Stadt Köln. Die Räumlichkeiten – Bürger- und Severinsstube, sowie der Turmsaal – können für private Feiern gemietet werden.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Severinstorburg

https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/familie-kinder/ehe-lebenspartnerschaft/die-severinstorburg